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WSPatent® – Patente für Weltraumtechnologien

SpacePatents

Patentschutz für Erfindungen und Technologien mit Weltraumbezug

In Ermangelung eines internationalen Weltraumpatentrechts ist es zum Schutz von Erfindungen mit Weltraumbezug erforderlich, auf nationaler Basis Patentschutz zu erwirken, der sich auf den im Weltraum zu schützenden Sachverhalt erstreckt, ohne bei einer späteren Patentdurchsetzung gegen den UN-Weltraumvertrag zu verstoßen.

Die Anwendung nationalen Patentrechts auf Weltraumsachverhalte betrifft zwei Kern­aspekte, nämlich das Entstehen einer Erfindung im Weltraum und die Durchsetzung von nationalen/regionalen Patenten im Weltraum. Dabei stellt sich insbesondere die Frage, ob und wie weit ein Staat sein nationales Patentrecht in den Weltraum ausdehnen darf. Anerkannt dürfte es sein, wenn ein Staat sein nationales Recht auf Weltraum­gegen­stände erstreckt, die im Weltraumregister dieses Staates registriert sind. In Deutschland fehlt leider eine explizite gesetzliche Erstreckung des Patentrechts auf in Deutschland registrierte Weltraum­gegenstände.

Für den Schutz von Erfindungen, die in Satelliten, Raumfahrzeugen, Raumstatio­nen, im Weltraum oder auf außerirdischen Himmelskörpern entstehen oder ein­setz­bar sind, sind daher bereits bei der Ausarbeitung der Patentanmeldung die rechtlichen Besonderheiten des Welt­raums zu berücksichtigen. So kann es beispielsweise sinnvoll sein, Ansprüche in einer Patentkategorie zu formulieren, die sich auf den Schutz eines im Weltraum hergestellten Erzeugnisses richten, wel­ches irgendwann zur Erde – in ein patentgeschütztes Territorium – zurück­kehren muss.

Der Link unten leitet Sie zu rechtlichen Grundsätzen und Überlegungen zum Patentschutz im Weltraum.
 
Dr. Schlimme hat zum Thema Patentschutz im Weltraum eine Vorlesung gehalten und mehrfach publiziert:


Technische Universität München (TUM) - Institute of Astronautics (LRT) Summer School 2014 – Vorlesung 29.09.2014: