DetailsBranding
Bildzeichenbranding
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte — diese Weisheit des Volksmundes wird gestützt durch die Erkenntnis, dass in Bildern enthaltene Information schneller wahrgenommen wird als eine verbale Beschreibung mit demselben Informationsgehalt. Bildinformation ist schneller wieder abrufbar als textuelle Information. Eine graphische Darstellung wird zuverlässiger erinnert und auch wiedererkannt als ein Wort oder eine Wortfolge. Das traditionelle Wappen ist ein historisches Beispiel für ein Bildzeichen.
Ein weiterer Vorteil eines Bildes als Erkennungs- und Merkzeichen für ein Produkt oder ein Unternehmen liegt in der Unabhängigkeit der Bilddarstellung von der Sprache. Selbst wenn ein Produkt auf unterschiedlichen Märkten unter einem jeweils anderen Markennamen angeboten wird, so wird die Identifizierbarkeit dieses Produkts durch ein auf allen Märkten für das Produkt verwendetes gemeinsames Bildzeichen gewährleistet.
Bildmarke
Auch bei der Gestaltung von Bildzeichen gilt es im Hinblick auf den Markenschutz, einige markenrechtliche Grundsätze zu berücksichtigen, damit das Zeichen in den relevanten Staaten als Bildmarke zu einer registrierten Marke werden kann. Es ist ferner darauf zu achten, dass das Bildzeichen kulturell akzeptiert wird und keine unerwünschten Assoziationen beim Betrachter hervorruft. Selbst die Farbe eines grafischen Zeichens kann für den Markenerfolg des Zeichens als Bildmarke in einem Kulturkreis entscheidend sein.
Bildzeichen und deren Markenschutz als Bildmarke sind nicht nur auf grafische Logos und Wort-Bild-Marken, also auf grafisch gestaltete Wortmarken oder Wortmarken mit Bildbestandteil, beschränkt, sondern in der Praxis spielt auch der Markenschutz von Etiketten, insbesondere Flaschenetiketten, oder von Abbildungen auf Verpackungen eine bedeutende Rolle.
